Was Zitronen auf Capri und hervorragende Arbeitsbedingungen gemeinsam haben können

Arbeitspsychologin und Organisationsberaterin Anna Lammert über ideale Arbeitsbedingungen

Die schönen Inseln im Golf von Neapel sind aufgrund ihrer Lage, des vulkanischen Ursprungs und den mediterranen Klimas die idealen Standorte für vielfältige Blütenpracht. Ischia beispielsweise, die auch die „grüne Insel“ genannt wird oder auch das mondäne Capri bieten 250 Sonnentage im Jahr und locken dadurch nicht nur sonnenhungrige Touristen an. Auch lassen diese optimalen Bedingungen die dortigen Zitronen besonders groß, gelb und aromatisch werden. Die Winter sind mild und regnerisch, das Lattari-Gebirge an der Amalfiküste schützt vor kaltem Wind und sichert damit die ideale Ernte. Das alles ergibt die perfekte Ausgangslage für eine perfekte Zitrone.

Fasziniert von dieser Pracht  kam mir die Überlegung, wie es sich eigentlich mit dem Menschen verhält? Gibt es solche perfekten Bedingungen auch für uns? Privat vielleicht, diese aber in der Arbeit zu finden ist sicher ein Prozess, der viele wohlwollende Faktoren nötig hat. Es gibt sie aber, die Umstände die ein gesundes und effektives Arbeiten begünstigen. Aus meiner mehrjährigen Erfahrung in der Beratung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, verrate ich, welche Faktoren besonders wichtig sind.

Was wir immer wieder vergessen: Nicht die Arbeit an sich macht uns krank, sondern in der Regel die Umstände und die Rahmenbedingungen, unter denen wir arbeiten. Psychische Belastungen resultieren zum großen Teil aus unzureichender Klarheit über die konkreten Ziele und fehlende Perspektiven im Unternehmen. Wenn das Management sich nicht darüber einig ist, wohin das Schiff steuert, verursacht dies viele Unsicherheiten in der Belegschaft. Eine klare Linie können auch die Mitarbeiter dann nicht entwickeln. Konsequenz dessen ist dann häufig Mehrarbeit und zusätzliche Nacharbeit durch fehlende organisatorische Strukturen, unklare Verantwortlichkeiten. Diese haben dann negative Auswirkungen auf die Kommunikation und auf das soziale Klima . Klare Rahmenbedingungen fördern die Entscheidungskraft und Selbstverantwortung der Mitarbeiter. Machen Sie es sich selber nicht so schwierig – Mikromanagement zerrt unnötig an den Führungskräften und frustriert die Mitarbeiter zunehmend. Ein weiterer wichtiger Baustein ist das Vertrauen ans Management und Schutzerleben durch das Management: So wie das Gebirge an der Amalfiküste, stehen die Führungskräfte schützend vor dem sprichwörtlichen kalten Gegenwind und negativen Einflüssen. Die Mitarbeiter können sich auf ihre Kernarbeit und Prozesse konzentrieren und entwickeln Vertrauen zur Führung.  Wer den Beschäftigten keinen Raum für eigene Entscheidungen lässt, züchtet sich langfristig ein gehemmtes Team heran. Nie kann sich so das ganze Team-Potenzial entfalten und Frustration entsteht.

Die äußerst gute Nachricht ist doch, dass alle diese Faktoren steuerbar und beeinflussbar sind.  Durch professionelle Arbeitsplatzanalysen, wie z.B. die Evaluierung psychischer Belastungen können solche Handlungsbedarfe entdeckt und gemeinsam in Abstimmung mit dem Unternehmen konkrete Lösungen entwickelt werden.

 

Weitere Verweise:

Arbeitspsychologische Beratung unter: http://www.psychologie-lammert.com/Leistungen/Arbeitspsychologie/

Weitere Beiträge: http://www.psychologie-lammert.com/Neues-aus-der-Arbeitswelt/

Herzlich Willkommen!

Liebe Arbeitgeber, liebe Arbeitnehmer und liebe Coachees,

ein herzliches Dankeschön, dass Sie vorbei schauen und sich über meine Beiträge informieren! Ich freue mich sehr über Ihren Besuch!

Regelmäßig werde ich Sie mit aktuellen Themen zum ArbeitnehmerInnenschutz, psychische Gesundheit am Arbeitsplatz und zu Ihrem persönlichen Wohlbefinden versorgen.

Ich freue mich auch sehr über Ihre Kommentare, Themenwünsche, Kritik – bitte zögern Sie nicht Ihre Meinung zu äußern.

Herzlichste Grüße

Anna Lammert