Kritische Reflektion bei speziellen Re-Designs in der Arbeitsgestaltung

Viele Unternehmen und große Konzerne werben zurecht mit diversen „Enrichment“ Programmen. Diese beinhalten eine qualitative Anreicherung der Arbeit. Diese werden z.B. durch neue anspruchsvolle Projekte, neue Funktionen gestaltet. So wird durch Übertragung größerer Verantwortung die Motivation gesteigert,  andere psychologisch positive Effekte resultieren.

Eine individuelle Abwägung empfehle ich aber immer, weil diese, oftmals als mögliche Karrierepusher angesehen, zu leicht angenommen werden. Fest steht, dass durch Enrichment bis zu 40 Prozent Vorbereitungszeiten fehlen. Dies ist wertvolle Zeit, die notwendig ist, um mental die eigene Arbeit zu planen, vorzubereiten und Energie zu tanken. Aus psychologischer Sicht ist dies ein sehr wichtiger Faktor im Stressmanagement. Es ist auch kritisch zu hinterfragen, ob hinter jedem Enrichment eine tatsächliche qualitative Anreicherung und nicht quantitativ zusätzliche Arbeitsmengen versteckt sind. Die qualitative Arbeitsanreicherung der Arbeit ermöglicht größeren Entscheidungsspielraum sowie erhöhte Autonomie und größere Verantwortung, aber nicht zusätzliche Tätigkeiten auf der gleichen qualitativ-inhaltlichen Ebene.

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Anna Lammert
PSYCHOLOGIE LAMMERT – Arbeitspsychologie I Coaching

 

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